freefight_a
MMA Coaches Schorsch und Rafael
Unsere beiden lustigen MMA Coaches Schorsch und Rafael

Was versteht man unter MMA?

Unter MMA (Mixed Martial Art) versteht man einen eigenständigen Kampfsport, der seine Wurzeln im griechischen Pankration hat. Von 776 bis 720 v. Chr. zählten zu den olympischen Disziplinen hauptsächlich verschiedene Laufsportarten, bis 708 v.Chr. Ringen eingeführt wurde. 688 v. Chr. wurde den olympischen Disziplinen noch Boxen hinzugefügt. Boxen war ein sehr populärer Sport bei den olympischen Spielen, und es kam sehr schnell die Frage auf: Wer ist der beste Kämpfer? Der Boxer oder der Ringer?

Diese Fragestellung ist die eigentliche Geburtsstunde des MMA Sports. Aber bis zur heutigen Form des MMA sollte noch viel Zeit vergehen. In der Antike nannte man diesen Sport Pankration.

Bei den 33. Olympischen Spielen (648 v. Chr.) wurde dieser Sport olympisch. Pankration sollte endlich die Frage nach dem Besten aller Kämpfer, den besten Kampfstilen beantworten. Pankration bedeutet soviel wie „die ganze Kraft“ oder „die ganze Stärke“.

Die griechische Mythologie besagt, dass Herkules und Theseus verantwortlich dafür waren, dass dieser Sport bei den olympischen Spielen eingeführt wurde. Einige Geschichtsforscher meinen jedoch, dass Soldaten das Pankration als eine Trainingsmethode für den Krieg entwickelt haben. Andere Quellen behaupten wieder, dass die Ägypter schon 2600 v. Chr. als Väter des Pankration anzusehen seien. Zusammenfassend kann man nur sagen, dass das Wissen um den genauen Ursprung dieses Sportes verloren ging.

im_0310_5
              

Was versteht man unter MMA?

Die Männer durften beim Pankration schlagen, treten und alle Teile ihres Körpers verwenden, außerdem durften sie ringen und den Kampf auch am Boden fortsetzen. Es gab von Anfang an sportliche Regeln ; minimale zwar, aber es gab sie . Dieses Regelwerk kannte folgende Verbote:

- In die Augen stechen
- beißen
- die Mundwinkel aufreißen

Zur Durchsetzung dieser Regeln gab es Schiedsrichter (Helladoniken)!

Das eigentliche Ziel war es, den Gegner mit allen möglichen Mitteln zum Aufgeben zu bewegen. Die Kämpfe dauerten solange, bis einer durch Handheben aufgab oder die Sonne unterging.

Falls nach Sonnenuntergang noch immer kein Sieger ermittelt wurde, wurde der Sieg durch eine so genannte Klimax ermittelt. Dabei durfte zuerst der eine Kämpfer und dann der andere einen Schlag auf den Kopf des Gegners ausführen, ohne dass sich dieser schützte oder bewegte. Stand er noch, so durfte er dasselbe beim Gegner durchführen. Selten dauerte der Klimax mehr als ein paar Runden.

Die Kämpfer des Pankration genossen ein sehr hohes Ansehen, da sie Boxen, Ringen und Tritt-Techniken beherrschen mussten. Die ersten olympischen Sportler waren keine Amateure, sie waren professionelle Kämpfer. Ein Pankration-Champion wurde sehr gut bezahlt, musste keine Steuern zahlen und wurde von der Stadt ernährt. Im Jahre 393 nach Christus beendete Theodosius die olympischen Spiele, da sie mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinen wären.

In der einen oder anderen Form überlebten die Pankrationkämpfe jedoch. Zu verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Namen lebte die Idee, den "besten aller Kämpfer" zu finden, weiter. In Frankreich zum Beispiel ging ein Ringkampf manchmal , wenn beide Teilnehmer zustimmten auch zu schlagen , in einen sogenannten "brancaille" über. Man kennt solche Kämpfe aus dem alten Japan (bei verschiedenen Jiu-Jitsu-Stilen), ebenso wie aus Brasilien, wo sie unter anderem bei verschiedenen Luta- Livre oder Vale-Tudo-Schulen auftauchten.

Die neuere MMA-Geschichte ist sehr eng mit der Geschichte der brasilianischen Familie Gracie verknüpft. Diese Familie sollte für eine weltweite Renaissance des vergessen geglaubten Sports sorgen.

Der lange Weg des MMA führte vom alten Griechenland über Brasilien und den USA bis nach Europa. Unbekannt, aber belegt ist, dass Erich Rahn, der 1906 eine Jiu-Jitsu-Schule in Berlin eröffnete, ab 1919 durch Deutschland reiste und Herausforderungskämpfe gegen jeden Stil annahm. Es kam fast zur gleichen Zeit zu ähnlich spektakulären Siegen wie bei der Familie Gracie in Brasilien. 1925 trat Erich Rahn unbesiegt als aktiver Kämpfer zurück.* Der Zweite Weltkrieg und das anschließende Sportverbot für alle Kampfsportarten beendeten den Siegeszug der deutschen MMA-ähnlichen Linie endgültig und verbannten die Strategien, Techniken und Erfolge des deutschen Jiu-Jitsu-Kämpfers und MMA-Vorläufers Erich Rahn aus unserer Wahrnehmung.

Eines der ersten europäischen Länder, in denen dieser Sport unter dem Namen Free Fight wieder auftauchte, war im Jahre 1980 Holland. Zehn Jahre später begann sich der MMA-Sport auch in Deutschland -ebenfalls unter dem Namen Free Fight - langsam zu etablieren

Da "Free Fight" im Sinne von Regellosigkeit als Name irreführend ist (es gab immer Regeln und international redete man immer vom MMA Sport) , ging man auch in Deutschland dazu über, diesen Namen zu benutzen.

MMA in Deutschland

Die ersten MMA Kämpfe fanden ca. 1990/91 in Deutschland bei sogenannten Mix Fight Galas statt. Mixed Fight Galas sind Veranstaltungen bei denen Kämpfe verschiedener Stile ausgetragen werden; zum Beispiel drei Boxkämpfe gefolgt von drei Kickboxkämpfen und dazwischen drei MMA-Kämpfe.

Der erste deutsche MMA Verband war die Free Fight Association (FFA). Diese veranstaltete 1994 das ersten reinen MMA-Event in Deutschland, gefolgt von Veranstaltungen in Österreich und der Schweiz.

*Quelle:
RAHN E.: „Neue Kniffe und Griffe im Jiu-Jitsu/Judo“ blv Falken-
Bücherei, Band 11 Seiten 11 bis 15 und Fototafel 12)

 

Vale Tudo -
Jiu Jitsu für Erwachsene

Das Vale Tudo/Jiu Jitsu Training leitet der zweifache Europameister,
Andreas Stockmann, 3.Dan Jiu Jitsu.

Training montags: 18:00 Uhr / Halle 2
Training donnerstags: 18:00 Uhr / Halle 1

Über das Vale Tudo/Jiu Jitsu wurde sehr viel in den Medien berichtet. Als Selbstverteidigung optimal, da hier alle Aspekte einer realistischen Selbstverteidigung, wie Verteidigung im Stand und Bodenlage, beachtet werden
.

stockmann


stockmann1007


stockmann1007_2